Layoutvorgaben für Sprintlack - digitaler UV-Lack von RIEKER Druckveredelung

 
 
 
 
 
 
 

Layoutvorgaben für Sprintlack - digitaler UV-Lack von RIEKER Druckveredelung

 
 
 
 

1. Eigenschaften Sprintlack / UV-Lack

 
 

Sprintlack ist eine hochaufgebaute, fühlbare Lack­struktur mit hohem Glanz. Als Alternative zur Blind­prägung bietet der digitale UV-Lack den Vorteil, dass die Bedruckstoffrückseite nicht verformt wird und dadurch für die Gestaltung frei bleibt. Außerdem können bei einem Maschinendurchgang unterschiedlich hohe Lackschichten aufgetragen werden (Struktureffekte).

 
 

2. Layout / Motivwahl

 
 

Die besten Ergebnisse werden beim UV-Lack bei einer Strichstärke von minimal 1 mm und Schriften größer 12 Pt. erzielt. Bei Negativ­elementen sollten Linie und Schriften nicht feiner als 8 Pt. aufgebaut sein. Auf weißem Untergrund hat die Sprintlackschicht eine leicht gelb-gräuliche Färbung. Die Flexibilität der dicken UV-Lackschicht ist begrenzt. Das Lackmotiv muss außerhalb von Schnitt-, Rill- und Stanzlinien angelegt werden. (Siehe auch Ausschießschema Sprintlack)

 
 

3. Bedruckstoff / Druckfarbe

 
 

Bogenformat: min. 297 x 420 mm / max. 520 x 735 mm

Druckformat: max. 508 x 731 mm

Stärke: 135-500 g/m² Papiere mit Volumen bevorzugt.
Dünnere und glänzend gestrichene Papiere sind nur nach technischer Klärung einsetzbar.

Sprintlack ist besonders in Kombination mit Folien­kaschierung geeignet. Bezüglich der Lackierbarkeit von digitalgedruckten Bogen bitten wir um vorherige Absprache. Silikonhaltige Tonersysteme sind aufgrund zu geringer Oberflächenspannung nicht geeignet.

 
 

4. Passmarken – OPA-System (Optical Print Alignment -System)

 
 

Die Maschine ist mit einem optischen Videopassersystem ausgestattet, dadurch ist die exakte Position gewährleistet. Der optimale Passer wird nur durch diese speziellen Passmarken erreicht. Die Passmarke ist ein 4 mm großer Punkt, der 14 mm (Punktmitte) von der Bogenvorderkante und Bogenseitenkante platziert wird. Es werden jeweils zwei Punkte an der Bogen­vorder- und zwei an der Bogenhinterkante positioniert.

Die Passmarken müssen bereits im Druck als schwarze Punkte mitgedruckt werden und ebenfalls im PDF- Dokument für den UV-Lackauftrag vorhanden sein. (Siehe auch Ausschießschema Sprintlack)

 
 

Passmarken richtig anlegen

 
 
Richtiges Anlegen der Passmarkenzoom
 
 
Falsches Anlegen der Passmarkenzoom
 
 

5. Daten

 
 

Die Datenanlieferung erfolgt per PDF. Eingebettete Grafiken müssen min. 300 dpi haben.
Für die Lackform muss ein separates PDF erzeugt werden, bitte kein 4c- Aufbau. Die zu lackierenden Elemente müssen als Sonder­­farbe angelegt sein und mit dem Sonderfarbenname „Scodix“ bezeichnet werden. Zu lackierende Elemente müssen auf „Überdrucken“ gestellt sein. Schriften müssen in Pfade umgewandelt werden.

 
 

6. Verarbeitung

 
 

Um Mängel in der Weiterverarbeitung zu vermeiden, muss der Sprintlack in Schnitt-, Rill- und Stanzlinien und Klebestellen ausgespart werden. Abweichende Motivanforderungen nur nach Rücksprache. Der hohe Lackauftrag bedingt eine Fertigung in kleinen Lagen durch alle Produktionsschritte, sowie Transport und Lagerung mit niedriger Palettenhöhe. Beim Schneiden (Planschneider/ 3-Schneider) ist geringster Pressbalkendruck einzustellen. Nur in kleinen Lagen schneiden! Ist hohe Schnitt- und Falzgenauigkeit gefordert, empfehlen wir eine separate Stanzung/ Rillung im Einzelbogen.

Jede Belastung durch mechanischen Druck/Eigengewicht kann zum Einpressen der UV-Lackschicht in den Bedruckstoff führen d.h. der Effekt geht verloren und/oder markiert sich auf der Rückseite. Bei ungleicher Motivverteilung ggf. zum Druckausgleich unterbauen. Dies gilt auch für bereits verarbeitete Zwischen- und Fertigprodukte sowie deren Verpackung, Transport und Lagerung.

 
 

7. Fertigungszuschuss

 
 

Für den digitalen UV-Lack und seine Verarbeitung sind gewisse Zuschussquoten erforderlich: Sprintlack: min. 5 Bogen + 5-10% Fortdruckzuschuss (+ Folgeschritte)

Beachten Sie bitte auch unsere allgemeinen technischen Infor­mationen oder rufen Sie uns an: Tel.: 0711-752075. Optimal fertigungstechnisch abgestimmte Prozesse sparen Zeit und Kosten und führen zur besten Qualität.

 
 
 
 
 

Was ist beim Entwurf zu beachten?

 
 
  • Weniger ist mehr

  • Zu kleine Flächen/Schriften werden nicht mehr wahrgenommen

  • Freistehende Elemente wirken stärker

  • Welcher Effekt/welche Funktion ist erwünscht?

  • Korrespondieren Veredelung / Farbbelegung / Weiterverarbeitung zueinander?

  • Dunkler Untergrund bietet gute Kontraste

  • Veredelung kann aufwendigere Verfahren ersetzen

  • Dunkle Flächen sind auch mit Veredelungsschutz empfindlich 

  • Heller Untergrund bietet keinen Kontrast

  • Raue Materialoberflächen (Matt-, Naturpapier -> geht nicht mit Sprintlack) beeinträchtigen das Veredelungsergebnis

  • Ausstanzen und Anschneiden von Lackmotiven vermeiden. Gilt auch für den Bereich der Bindung (Falz, Rillung, Rücken)

  • Motive mit dunklem Hintergrund für UV-Lack unterfüllen. Gilt auch für Schriften

  • gerasterte Lackelemente können nur in gröberer Auflösung als 28 Linien/cm umgesetzt werden.

  • Bei Zweifeln mit dem Veredler sprechen oder Bemusterung einplanen

 
 
 
 
 

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